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02.08.2009

Bundeslager Hajk "Asterix bei den Kelten"

Vom Bundeslager in Buhlenberg aus sind wir auf einen zweitägigen Hajk gegangen. Der Titel lautete "Asterix bei den Kelten" und genau darum drehte sich auch die Spielgeschichte. So war es unsere Aufgabe, Asterix bei der Vertreibung des bösen Destructivus zu helfen. Unterwegs mussten wir einige Wegaufgaben lösen. Wir sollten zum Beispiel Gewürze identifizieren, einen Comic zeichnen und aus Sperrholz und Draht ein "keltisches Klavier" bauen.

 

Hajkchronik:

[Archivalix, II. VIII. MMIX] Aus unserem kleinen widerspenstigen Flecken Buhlenberg mussten wir sehr früh aufbrechen um unser Dorf zu retten. Clumsine war noch nicht ganz wach und musste noch einmal in unsere Hütte zurückkehren um ihre Sandalen zu wechseln.

Und der Arm von Destructivus verfolgte uns auch auf der Fahrt zu unserem Ausgangspunkt. Insgesamt 42 Mal öffneten sich die Luken unseres Transportwagens, ohne dass wir es gewünscht hätten. Jupiter schien sich über Teutates zu erheben.

Erheblich verspätet kamen wir in Theley an und konnten auch mit vereinten Kräften die Geheimbotschaft aus römischen Zahlen entziffern. Obwohl sich die Schleusen des Himmels über uns öffneten war uns Teutates hold und wir erreichten sicher und schnell die Mühle Johann Adams. Im reetgedeckten Mühlhaus soll sogar einst der Schinderhannes Unterschlupf gefunden haben.

Das Blatt im Kampf gegen Destructivus wendete sich, als wir an der Mühle Obelix und Idefix in der saarländischen Variante trafen. Sie begleiteten uns ein Stück und gaben uns wertvolle Tips zum weiteren Weg. Wir waren schließlich nicht die ersten Kämpfer, die ihnen begegnet waren. Wir glaubten schon den Sieg in unserer Hand, als Jupiter zurück schlug. The empire strikes back. Beim Versuch, die geheime Botschaft von Miraculix wieder sichtbar zu machen, gerieten uns die Flammen außer Kontrolle und vernichteten nahezu die gesamte Botschaft. Teutates muss im letzten Moment aus seiner Lethargie erwacht sein und hielt schützend die Hand über einen Teil der Nachricht. Mit Geduld wie Gutemiene gelang es uns, diesen Teil schadensfrei sichtbar zu machen und wir brachen nach einem Snack, ohne Wildschwein, nach Selbach auf.

Doch Zwietracht plagte auch unsere Gruppe. Richix und Früchtix wollten forsch voranstürmen, während Clumsine, Kleebala und Jojoine fortwährend vom Scheitern und gewissen Misserfolg der Mission sprachen. Einzig frohe Lieder über Fahrt, Abenteuer und Krieg, die nicht von Troubadix stammten, hielten unsere kleine Gemeinschaft zusammen und bei der Stange.

In Selbach angekommen, fanden wir die Botschaft am Bäckerladen von Tantine Emma und konnten von ihr auch Teile der Lösung erfahren. Als Belohnung für die bisherigen Kämpfe mit den Römern, dem Wetter und der Zwietracht, setzten wir einige Sesterzen im Bäckerladen in Brötchen und Kuchen um. Im Essenskreis, der uns an unser Dorf erinnerte, kredenzten wir uns ein frugales Mahl.

Unseren Weg nach Neunkirchen wies uns Kleopatra. Dieses süße Näschen hatte ein Ohr für das Leid unserer Füße und gewährte uns einen sanften Weg durch Wald und Flur. Unterwegs beköstigte sie uns mit leckersten Brombeeren und frischem Mais.

In Neunkirchen half uns die gallische Dorfbevölkerung, das Haus des lokalen Druiden zu finden. Die grausamen Geräusche von Straße Traktoren, die dieses Haus umspülten, waren fast so schlimm wie die Gesänge von Troubadix. Wir beschlossen, zu rasten, Abhilfe zu schaffen und uns zu stärken. Und wir stärkten uns beachtlich, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Wir besuchten das lokale katholische Druidenheiligtum und waren vom Teutates gesegnet, als wir einer zeremoniellen Weihe von Ferne beiwohnen durften.

Doch es galt, keine Müdigkeit vorzuschützen, Destructivus würde es auch nicht tun. Doch Enternix' Ziel war eine große Herausforderung für unsere Dechiffrierfähigkeiten, schließlich hatten wir noch nie vorher mit militärischen Karten und Koordinaten der Römer gearbeitet. Die mit ihren Geographen, die spinnen, die Römer. Stück für Stück, Schritt für Schritt, hackten wir uns in ihr System und erfuhren, dass unser Kampf uns nach Bosen ans Meer führen würde. Wir gerieten ganz aus dem Häuschen ob soviel göttlicher Gnade. Wie schmerzlich hatten wir doch den heimatlichen Geruch des Meeres vermisst.

Am Campingplatz angekommen, wurde unsere Nase nicht nur vom Duft des Meeres gekitzelt, Idefix hatte mit seiner feinen Nase jene Grüche und Würzmittel identifiziert, mit denen sich Destructivus stets umgab. Nach einigem Rätselraten gelang es uns schließlich, die Namen der Proben zu bestimmen. In Zukunft würden wir Destructivus 10 Meilen gegen den Wind riechen.

Nach dem Schweiß, Blut und Tränen der vergangenen Taten kühlten wir uns ausgiebeig im Bosenmeer ab. Das reichte uns aber noch nicht als Reinigung und eine ausgiebige Dusch- und Föhnsession wurde von Jojoine, Franzine sowie Richix und Kayix angehängt. Nach dieser Anstrengung labten wir uns an einem opulenten Mahl. Bei Meerblick und Sonnenschein mussten wir zwar auf Wildschwein verzichten, doch schmeckte das Brot aus der Heimat sowie Marmelade und Nutella ebenso gut. Das Mahl nahm orgiatische Züge an. Und schon waren wir in die Falle von Bacchus, dem Helfer Jupiters, gegangen. Die Zeit lief uns davon. Dennoch versuchten wir unser Bestes und nahmen Kontakt zur Lokalbevölkerung auf, um einige der Wegaufgaben zu lösen. Kleebala und Clumsine entfernten sich dabei von unserem Trupp um Informationen zu erlangen. Als sie lange nicht wiederkehrten, glaubten wir sie schon an eine Patroullie der Römer verloren zu haben und sahen sie bald auch in einem Trampolinarium wild herumhüpfen. Ärger breitete sich im Trupp aus. Dieser legte sich allerdings, als wir erfuhren, dass der Vergnügungstempel einem Gallier gehörte, sie freiwillig dort waren und keine unserer knappen Sesterzen für Circensis ausgegeben hatten.

Doch es galt, sich von den Sirenen der Vergnügung zu lösen und unserem Schlaflager mit weiten Schritten auf feindseligen, viel befahrenen römischen Straßen zuzueilen. Ein Reim auf die abfällige Rassebezeichnung für den braven Idenfix wies uns an, Sötern aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin wurden wir von Galliern in Echlberg nach unserer Mission gefragt und erhielten breite Unterstützung. Bis wir jedoch Sötern erreicht hatten, hatte die Sonnenuhr als Zeitmesser ausgedient. Es dämmerte. Der Himmel drohte uns auf den Kopf zu fallen, wenn wir keine Bleibe für die Nacht fänden, von römischen Patroullien gar nicht zu reden.

Die Lösung schickte Teutates durch einen saarländischen Methusalix, der auch noch seine Tochter dazurief und den Nachbarn mit einspannte. Nachdem im evangelischen Druidenheiligtum und bei der Brandwache kein Unterkommen war, schreibe ich diese Zeilen nun vom lokalen Feierplatz, auf dem Troubadix auch persona non grata ist. Der Freund eines Gallier methusalix aus unserem Dorf in Buhlenberg gewährte uns Zugang zu Latrinen und Wasser. Wir erhielten köstliches Mineralwasser, machten ein Feuer im Pavillon und ließen uns noch die Fenster in unsere Schlafhütte einsetzen. Bei einer lauwarmen Cervicia erzählten unsere Gastgeber viel Interessantes über Sötern, die Umgebung sowie Land und Leute und Fauna. Wir sind sehr dankbar, auch wenn Clumsine, Kleebala und Jojoine gern in einer Villa geschlafen hätten. Wir sind erschöpft und werden uns nun auf das Finale vorbereiten und uns regenerieren.

 

[Archivalix, III. VIII. MMIX] Beim Teutates, wir haben lange geschlafen. Da hatte wohl Destructivus seine Hand im Spiel. Jedenfalls werden wir es nicht rechtzeitig zurück nach Buhlenberg schaffen. Und auch die Ortsaufgabe hätten wir wohl besser schon gestern holen und machen sollen. Teutates schick uns Hilfe! Wir können nur beten, dass die anderen Kämpfer erfolgreich sind.

Dennoch holten Franzine, Kleebala und Clumsine noch die Ortsaufgabe an der lokalen Druidenhütten ab. Dabei kauften sie auch beim Kauf-Wie-Nix ein um unseren Vorrat an zauberhafter Nugatcreme aufzustocken. Die Zeit lief uns davon und war uns doch hold.  Denn unser verspäteter Aufbruch bescherte uns noch einmal den Besuch des lokalen Galliers Schließ-Hütte-Auf . Und mit seiner Hilfe konnten wir noch einige der kniffligen Rätsel von Destructivus lösen um schlussendlich unserem fantastischen Nachtquartier doch den Rücken zu zuwenden.

Die nächsten Kilometer waren Niedergeschlagenheit und Zwietracht unsere Begleiter. Mit schwindender Distanz zum Ziel und zunehmender Steigung verließ uns der Mut. Clumsine und Kleebala waren davon besonders geschlagen und verzögerten unser vorankommen erheblich. Sie brauchen scheinbar immer einen halben Tag um warm zu laufen. Unsere einzige Motivation in diesen düsteren Stunden war unser fester Zaubertrank, den wir Schokolade getauft hatten und den wir regelmäßig zu uns nahmen.

Auf unserem Weg berichteten wir uns von unseren vergangenen Abenteuern, die vor allem von Kayix sehr bildreich vorgetragen wurden. Währenddessen führte uns unser Weg vorbei an Achtelsbach und Meckenbach und von der Höhe über Sautern konnten wir auch schon die Bäume unseres Heimatdorfes erblicken. Dies gab uns neue Kraft, sodass die Greifvögel, die von Destructivus zur Vernichtung unserer Kadaver entsandt worden waren, arbeitslos in den Lüften kreisen mussten.

Im Tal von Brücken mussten wir nochmals eine längere Raste einlegen um uns das geforderte bande dessiné auszudenken, eine story line zu entwickeln und das Ganze schlussendlich zu Papier zu bringen. Richix war beim zeichnen von der Muse geküsst und zauberte ein Meisterwerk auf Papier, welches auch in Lutetia gefeiert worden wäre.

Diese lange Rast gab fast allen ausreichend Kraft für die letzten Meter bis zur heimatlichen Hütte. Über schmalen Pfad gelangten wir an den Fuß unseres Heimatberges. In halber Höhe jedoch mussten Kleebala und Clumsine noch einmal mit Teutates Hilfe von der Bedeutung unserer Mission und der Nähe unseres Zieles überzeugt werden. Es brachen sogar Kämpfe  mit Wasser und Pfefferminztee zwischen Kleebala und Franzine aus, als Destructivus seine letzten Karten ausspielte.

Am Lagertor angekommen erwartete uns unsere Dorfbewohner Franzix und Mutzeline mit dem von Kayix per Vodafonis georderten Werkzeugkofferix. Unter einstürzenden Himmeln, geschützt von römischen Regenschutzbahnen und mit unzureichendem Handwerkszeug zimmerten wir in zwei Stunden so etwas wie ein keltisches Klavier zusammen. Dieses ist nach unserer Interpretation nur mit einem Schwert unseres Stammes anzuschlagen und zu Tönen zu bewegen.

Nachdem wir auch unsere letzten Vorräte an zauberhafter Nugatcreme und Brot vernichtet und unser Aufgabenbuch mit den Codes vervollständigt hatten betraten wir, nicht ohne Stolz, unser Heimatdorf durch das Westtor und meldeten Majestix unsere Rückkehr. Auch wenn das Ausmaß unseres Erfolges noch im ungewissen Dunkel der Zukunft lag, wurden wir herzlich empfangen. Mit Digitalix wurde noch ein Abbild von uns für unsere Chronik geschaffen, bevor wir glücklich in unsere Hütten zurückkehrten.

Was weiter in unserem Dorf geschah ist schon wieder eine andere Geschichte.

 

Post Scriptum:

Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt. Wir sind die Sieger im innersächsischen und stammesinternen Vergleich. 

Mit 61 Punkten haben wir es auf den 5. Platz in der Gesamtwertung geschafft. Das soll uns erst mal jemand nachmachen.

Geheimbotschaft aus römischen Ziffern gelöst :)
Stärkung
lecker... Äpfel
eine "Tonumwandelmaschine" für Troubadix schreckliche Gesänge wird entworfen
Picknick am Ufer des "Bosenmeers"
kurz vor dem Ziel
"Warum Müsliriegel? Ich will lieber Schokolade..."
da geht's lang ->


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