Homepage Unser StammUnsere GruppenUnsere FahrtenPfadfinder werden!Kontakt
 
 
Pfad-Finder: STARTSEITE > Unser Stamm > Gruppen > Ehemalige Gruppen > Runde Pegasus > Fahrten- und Lagerberichte > 2011-07 - Masurenfahrt

Runde Pegasus macht die Masuren unsicher (29.7. - 19.8.2011)

Wie letztes Jahr, waren wir auch 2011 wieder am Start. Diesmal nicht in Rumänien, sondern in Polen. Genauer gesagt: in den Masuren, die im Nordosten Polens liegen. 

Zusammen mit einer anderen Sippe, den Bayards, verbrachten wir auf der Hinfahrt zwei Nächte im Stammesheim von Warschauer Pfadfindern, die uns auch vorher in Dresden besucht hatten. 
Die Zugfahrt dahin gestaltete sich als interessant, da wir zwei Mal falsch ausstiegen. Aber wir hatten Glück, 23 Uhr kamen wir abgekämpft an.
An den beiden darauf folgenden Tagen, schauten wir uns verschiedene sehenswerte Museen (darunter das „United States Holocaust Memorial Museum“) und die historische Altstadt Warschaus „Warszawa“ an.
Leider hatte sich die Sippe Mustang dazu entschlossen, erst eine Woche später nachzukommen und war deswegen nicht mit in der Stadt.

Von Warschau aus gelangten wir nach Suwalki, dem eigentlichen Startpunkt, wo sich unsere  beiden Gruppen trennten. Noch schnell ein letztes Gruppenfoto und dann hieß es Abschied nehmen...

Wir schliefen eine Nacht in der Nähe von Suwalki, da Eddie, unser fünftes Sippenmitglied erst am Folgetag in der Stadt ankommen würde (direkt aus Lettland). Wir badeten viel und Jha-Jha stolperte die ganze Zeit über die Löcher, die er selbst in den Sandstrand gegraben hatte.
Am nächsten Tag liefen wir auch schon los, nachdem wir am Vorabend gebührend die Sippenvereinigung gefeiert hatten.
Ein Vorlesebuch war auch an Bord: „Tschik“ - Die Geschichte von einem verrückten Russenjunge, der Spaß am Autos knacken hat. Über die pädagogischen Auswirkungen machte ich mir keine Gedanken.


Wir schafften es tatsächlich, jeden Tag an einen See/Fluss zu kommen und uns die Möglichkeit zu geben, zu baden und zu waschen. Und da möge noch mal Jemand behaupten, wir seien nicht reinlich. Im Gegensatz zu den Bayards, haben wir auch nicht unsere Seife im Zug liegen gelassen...
Am dritten Abend stand auch schon unsere Rundengründung an. Der Abend wurde sehr spaßig und eh wir uns versahen, war es auch schon wieder Mittag und die Sonne brannte auf unsere dicken Häupter.
Wir stellten zu unserem Leidwesen fest, dass sich unser Tagesrhythmus gewaltig nach hinten verschoben hatte: 12.00 Uhr - Aufstehen und Frühstück, 17.00 Uhr - Mittagessen und -pause und 24.00 Uhr - Abendessen und Schlafengehen.
Jedenfalls wurden wir sehr nett von einem Belgier aufgenommen, der uns auf seiner gemähten Wiese schlafen ließ. Trotz des Englisch-Polnisch-Französich-Deutsch-Mischmaschs und einigen Verwirrungen, durften wir in seiner Angelhütte kochen und seinen Steg ausgiebigst nutzen. Auch wegen des fertigen Spitzenfrühstücks am nächsten Morgen, waren wir ihm sehr zugetan.
Netterweise schoss er das folgende Gruppenbild...

Auf unserem Weg durch die Weiten der Masuren, kauften wir so manchen Sklep (Dorfladen) halbleer, worüber sich die Verkäufer und wir uns, aufgrund der niedrigen Preise freuten (Glas Marmelade = 0,10€). 

Nach ein paar Tagen hatten auch wir erst Mal genug vom ewigen Latschen und wollten die riesige Seenplatte um uns herum nutzen. So liehen wir uns für zwei Nächte drei Zweierkajaks aus und paddelten ein Stück der Strecke. Man hätte meinen können, Eddie sei stark besoffen, wenn man die Schlängellinien gesehen hätte, die er fuhr. Wir hatten den fatalen Fehler begangen, Eddie allein in ein Kajak zu setzen. 
Auf unserem Weg über Seen und Kanäle, checkten wir fast jeden Sklep ab und nahmen uns ein paar Eis und was Kühles zum Trinken mit, uns blieb auch keine große Wahl bei der sengenden Sonne. 
Am zweiten der drei Paddeltage, wurde einer kleinen weißen Kirche auf einer Insel, eine sehr große Ehre zu Teil, denn, nachdem schon der Papst Benedikt XVI sie besucht hatte, setzten wir noch eins drauf und kamen auch hin. Wir Atheisten, wuschen uns mit heiligem Wasser und den Rest der Fahrt geschah nur noch Jha-Jha ein Missgeschick nach dem anderen (Während wir uns in der Quelle wuschen, hatte er es nicht lassen können, mit seinen Klamotten baden zu gehen (unfreiwillig)).   
Nachdem wir unsere Boote wieder los waren, genossen wir in einer kleinen Gaststätte das Polnische Nationalgericht: (gesprochen: Kardatsche) – ein mit Hackfleisch gefüllter Kartoffelkloß, dazu Schmand, geröstete Zwiebeln und Speck, sowie „Ogurki“ (saure Gurken).
Wir trampten ein Stück, um unserem Ziel näher zu kommen. 
Auf unserer weiteren Reise entdeckten wir Streichhölzer für uns. vier lange, ein kurzes. Sie kamen oft zum Einsatz.
Allerdings waren wir uns in einer Sache einig, dass wir am vorletzten Tag ein Tretboot mieten wollen. So kam es und wir hatten für 8 sł (= 2€) sehr viel Spaß und ein sauberes Klo.
Am nächsten Tag liefen wir zum Endlagerplatz, wo wir uns mit den anderen verabredet hatten. Wir hatten im Vorhinein ein Lager der polnischen Pfadfinder gewählt und alles ausgemacht. Runde Pegasus war zuerst beim Falschen, denn, und jetzt wird’s' bizarr: gleichzeitig, veranstalteten zwei verschiedene Pfadfinderbünde am selben Ufer, des selben Sees zwei von einander unabhängige Lager. 
Letztendlich fanden wir doch zum Richtigen und das Wiedersehen mit den anderen war toll. Es wurde noch bis spät in die Nacht von den erlebten Abenteuern berichtet.
Während den kommenden zwei Tagen besuchten wir eine Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg und spannten aus. Das war nicht sehr schwer, denn wir hatten einen Traumstrand, einen Steg, ein Ruderboot und Superwetter, da braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen.
Am 18. August machten wir uns zum Bahnhof auf, von wo wir indirekt nach Dresden kommen würden. Einen Zwischenstop nutzten wir dazu, uns mit Unmengen an Energydrinks einzudecken, was dazu führte, dass die Zugfahrt, besonders die Nächte, noch lustiger wurden.
Wir vertrieben uns die Langeweile, indem wir mit einem polnischen Autoschmuggler fachsimpelten und ein Lied schrieben, mit dem wir den diesjährigen Singewettstreit gewinnen würden.
In Dresden angekommen, fuhren wir gemeinsam zum Stammesheim in die Johannstadt, wo wir das allgemeine Gepäck wieder in den Schränken verstauten und einen guten Abschluss fanden.
Unsere Bilanz: Merkwürdigerweise beginnt jeder Tag der Chronik mit: „Heute standen wir sehr spät auf...“ oder „Heute schliefen uns mal so richtig aus.“ - definitiv uncool, daran müssen wir echt arbeiten.
Was uns ebenfalls zu einer erneuten Polenfahrt motiviert, ist die Tatsache, dass die jungen Polinnen sehr viel hübscher als gleichaltrige Deutsche sind. 

Schnitz

Runde Pegasus (2011) - v.l.n.r.: Eddie, Citrus, Schnitz, JhaJha, Fe
© BdP Stamm Goldener Reiter - Manche Rechte vorbehalten - Impressum - Kontakt