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09.05.2008

Wanderlied der Pegasus

Wenn dich ein Weib verraten hat,
So liebe flink eine Andre;
Besser noch wär es, du ließest die Stadt -
Schnüre den Ranzen und wandre!

Du findest bald einen blauen See,
Umringt von Trauerweiden;
Hier weinst du aus dein kleines Weh
Und deine engen Leiden.

Wenn du den steilen Berg ersteigst,
Wirst du beträchtlich ächzen;
Doch wenn du den felsigen Gipfel erreichst,
Hörst du die Adler krächzen.

Dort wirst du selbst ein Adler fast,
Du bist wie neugeboren,
Du fühlst dich frei, du fühlst: du hast
Dort unten nicht viel verloren.

Text: Heinrich Heine, "Wandere!"
Musik: Jo, Runde Feuerreiter

Wilde Gesellen

Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht,
Fürsten in Lumpen und Loden,
ziehn wir dahin bis das Herze uns steht,
ehrlos bis unter den Boden.
Fidel gewandt, in farbiger Pracht
trefft keinen Zeisig ihr bunter,
ob uns auch Speier und Spötter verlacht,
uns geht die Sonne nicht unter.  

Ziehn wir dahin durch Braus und durch Brand,
klopfen bei Veit und Velten.
Huldiges Herze und helfende Hand
sind ja so selten, so selten.
Weiter uns wirbelnd auf staubiger Straß
immer nur hurtig und munter;
Ob uns der eigene Bruder vergaß,
uns geht die Sonne nicht unter.

Aber da draußen am Wegesrand,
dort bei dem König der Dornen.
Klingen die Fiedeln ins weite Gebreit,
klagen dem Herrn unser Carmen.
Und der Gekrönte sendet im Tau
tröstende Tränen herunter.
Fort geht die Fahrt durch den wilden Verhau,
Uns geht die Sonne nicht unter.

Fritz Sotke, 1924

Vertonung des Menschensinfonieorchesters Köln,
(Edelweißpiraten-Musikprojekt "Es war in Schanghai"
)

Hermann Hesse: Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz beim jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen.
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen.
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise,
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

07.06.2008

Finnlandfahrt

(Wird gespielt wie Quietschijagd.)

Wir gehen jetzt auf Finnlandfahrt
Wir haben keeeiiiinen Plan!
Wir haben soooo einen Rucksack,
sooooo ein Messer und
soooooooo einen Haufen stinkender Socken.

Doch was ist das?

a) Ein Bär!
Da kommen wir nicht drüber,
da kommen wir nicht drunter,
Wir müssen drum herum.
Au, Hilfe!!!

b) Ein Sunrise-Avenue-Konzert!
Da kommen wir nicht drüber,
da kommen wir nicht drunter,
wir müssen miiiitten durch.
Ah, NEIN, ich will ein Kind von dir...

c) Das Linux-Hauptquartier!
Da kommen wir usw.
Scheiß Windows...!

d) Ein See!
Da kommen wir usw.
Ah, kalt, bibber...!

e) Eine Sauna!
Da kommen wir usw.
Tssschh, schwitz, puh!

f) Doch wer steht da vorne?
Ein Mann mit Birkenzweigen! Reeeennt!

19.08.2011

Uwaga Zubr! - Achtung Bison!

In den heil'gen freien Tagen
Stoben wir ins Masurenland
Um die unsern Beutel zu tragen
Neu zu prüfen das Rundenband

Refrain:
Und wir kauern in bündischer Sitte
Um unsere rot glüh'nde Mitte
Das Bison ist unser Kumpan
So manche Nacht mit ihm vertan

Viele Dörfer lassen wir zurück
Salzige Haut und trockener Mund
Sengende Sonne verbrennt das Genick
Die Stiefel staubig die Füße wund

Refrain

Langem Tag folgt schöne Bleibe
Groß das Zelt und groß der Magen
Rauch hält Mücken uns vom Leibe
Erzählt wird von den vergangnen Tagen

Refrain

Sterne funkeln statt Kohtendach
Im Feuer dampft der letzte Tee
Und in der Ferne raucht ein Bach
Das Schilf ragt aus dem Nebelsee

Refrain:
Und wir kauern in bündischer Sitte
Um unsere rot glüh'nde Mitte
|: Das Bison ist unser Kumpan
So manche Nacht mit ihm vertan :|

Text: Jha-Jha & Schnitz
Melodie: Schnitz


Dieses Lied entstand über Nacht auf der Rückfahrt der dreiwöchigen Masurenfahrt im Sommer 2011. Die Energydrinks waren zu billig in Polen =)
Mit diesem Lied gewann die Runde Pegasus den 4. Sächsischen Singewettstreit.


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