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Pfad-Finder: STARTSEITE > Unser Stamm > Gruppen > Runde Feuerreiter > Fahrten- und Lagerberichte > Bundesfahrt Suomi 2008

02.08.2008

Erster Tag: Dresden - Schweden

Die Goldenen Reiter sind heute um ca 3.00 Uhr in den Bus nach Finnland eingestiegen. Um 5.00 Uhr hat der Bus dann den Rest der sächsischen Pfadfinder in Taucha aufgesammelt (vorher wahrscheinlich noch die Miriquidier, aber das weiß ich nicht so genau ^^). Nach einigen Stunden Fahrt sind wir in Hamburg angekommen wo wir ein paar Hamburger mitgenommen haben.

Irgendwann sind wir dann mit dem Bus auf die zweite Fähre gefahren, die uns nach Schweden brachte. [Tini]

03.08.2008

Zweiter Tag: Schweden - Lahti

Nach einer langen, unbequemen Busfahrt haben wir die Fähre, die uns 12 Stunden von Stockholm nach Turku schipperte, genommen.
Als wir ankamen, sollten wir eigentlich gleich den Bus nach Lahti nehmen, aber der war so überfüllt, dass unsere Fahrtengruppe in den Bus mit den Teamern gesteckt wurde.

Nach ein paar Stunden kamen wir auch tatsächlich in Lahti an. Wir haben eine Zeit lang an dem See nach einem passenden Platz zum Übernachten gesucht und entschieden uns am Ende dazu unsere Kohte rund um einen dicken, schiefen Baum zu bauen. [Tini]

04.08.2008

Dritter Tag: Lahti - Kouvoula

Nach der Nacht in dem sehr engen, sehr niedrigen Zelt um den Baum haben wir uns auf die Suche nach dem Bahnhof von Lahti gemacht.

Wir wollten den Zug nach Kouvoula nehmen, aber wir wollten auch nach Lahti uns die Stadt anschauen. Also haben wir die Bahn um 16.47 Uhr genommen und haben vorher in zwei Gruppen die Stadt erkundet.

In Kouvoula angekommen sind wir ungefähr 4 km gewandert und kamen dann an einem echt schönen Platz mit Seeblick an. Wir haben unsere Zelte aufgeschlagen und die Mückennetze befestigt. [Tini]

05.08.2008

Vierter Tag: Kouvoula - Utti

Am nächsten Morgen sind wir erstmal im See baden gewesen. Es war ziemlich kalt, aber wir mussten uns mal wieder waschen... ^^

Wir sind an diesem Tag erst relativ spät losgezogen, doch schließlich waren alle soweit. Wir sind dann ein bisschen gewandert, bis uns das finnische Militär ''Steine in den Weg legte''. Der Weg war abgesperrt, also haben wir einen kleinen Umweg genommen um zu der Burg zu kommen, die wir uns anschauen wollten. Als wir endlich ankamen, waren alle so erschöpft, dass wir uns darauf einigten, gleich im Inneren der Festung zu übernachten. Wir machten ein kleines Feuer und die Zelte mit den weißen Mückennetzen darüber, wurden auf den Namen ''Belledonne'' getauft. [Tini]

''Vor uns läuft ein Schweigen auf dem Weg davon. Und man gab ihm einen Namen, man nannte es Belledonne. Der Berg ist wie ein König, die Krone ganz aus Schnee und Eis. Eine Schleppe voller Blumen. Jung und doch ein Greis.''

06.08.2008

Fünfter Tag: Utti - Valkeala

Guten Morgen! Die Sonne scheint. Unser patentiertes Modell ''Belledonne'' wird abgebaut, die Rucksäcke sind gepackt und die Morgengymnastik absolviert. Gut gelockert geht es wieder vorbei an der militärischen Sperrzone. Der gegenüberliegende Friedhof wird zum ehrbaren Spender frischen Trinkwassers und ewige Ruhestätte für unseren Müll. Nach diesem kurzen Zwischenstop werden die Gurte nachgezogen und weiter geht’s. Wir begegnen zum ersten Mal dem unscheinbaren Schild mit der blauen Aufschrift ''Valkealan Ulkoilureitti'', was so viel wie Valkeala Wanderweg bedeutet, werden ihm aber erst später folgen.

Dank anständigem Marschtempo sind wir bald sehr durchgeschwitzt. Leider ist der See den wir als potentiellen Badeort auserkoren haben, bis an den Rand zugebaut.
Unsere jüngeren Pfadfinder stellen alsbald den Kontakt zu der Cup (schwedisches Holzwurfspiel) spielenden Familie her. Wie sich herausstellte war nur die Frau Finnin, die mit ihrem Mann und den Kindern in Hamburg lebt und nur ihren Urlaub hier verbringt. Natürlich dürfen wir den hauseigenen Steg zum baden benutzen. Endlich mal wieder Körperpflege betreiben. Zum Dank überreichen wir ein Fläschchen ''Königsteiner Berggeist''.

Nach einer finnischen Ohrfeige (keine Sorge, das ist nur der Name für ein Gebäck) wandert es sich gleich noch besser. Eventuell waren aber auch nur unsere verfrorenen Körper (nach eisigen 17°C Wassertemperatur) wärmebedürftig.

''Mücken, Mücken, wir hassen die Mücken, wir hassen die Mücken und die Bremsen. Da gibt’s nen Wald, da gibt’s nen See, da gibt’s nen Su-hu-humpf.''

Schließlich kommen wir in Valkeala an. Die letzte größere Station vor dem Repovesi Nationalpark. Gleich bei der ersten Möglichkeit zum einkaufen, decken wir uns für die nächsten drei Tage ein, benutzen für eine längere Zeit das letzte Klo mit Spülung und essen Motivaseeis und Kekse.

Jetzt nur noch an den nächsten See und einen schönen Lagerplatz finden. Auf dem Weg folgt ein kurzes Intermezzo mit den Miriquidis und wir stoßen wieder auf unseren Wanderweg. Von nun an folgen wir schwer zu entdeckenden blauen Punkten auf nicht erkennbaren Pfaden.
Der auf der Karte auserkorene Schlafplatz entpuppt sich als ''unnächtigbar''.  Alle sind erschöpft und erst nach einer halben Ewigkeit kehrt unser Erkundungstrupp (Kay und Franz) mit einem traumhaften Platz bei einem finnischen Pärchen zurück. Die anfängliche Skepsis verfliegt nach dem Empfehlungsschreiben, es folgen die Einladung zur Sauna und die Nutzungsrechte für das komplette Saunahaus. Die Kohte mit zwei Satelliten wird am Strand aufgebaut, nur einen Fußtritt vom See entfernt. Unser Gepäck muss draußen schlafen. [Mutzel]

07.08.2008

Sechster Tag: Valkeala - Toivola

Wir brechen zeitig auf. Schließlich wollen wir ja nicht die Nerven unserer Gastgeber überstrapazieren. Aber die sind ganz entspannt. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir auch noch die Sauna nutzen können... Unser Gastgeschenk kommt auch diesmal wieder gut an.

Voller Zuversicht die Kilometer von gestern zu schaffen, wandern wir los. Leider keine besonders schöne Strecke. Meistens laufen wir auf der Straße oder auf Schotterpisten. Franz und Ich schrubben vornweg, der Rest verflucht die Routenplanung. Die Kilometer werden immer länger und das Ziel wird immer kürzer gesteckt.
Der angepeilte Fluss erweist sich mal wieder als Enttäuschung. Ein trauriges Rinnsal, bis zu den Rändern bewachsen bzw. landwirtschaftlich genutzt. Im Dorf fragen wir nach Trinkwasserauffüll- und Schlafmöglichkeiten. Leider sind die meisten Leute noch nicht von Arbeit zurück. [Mutzel]

Schließlich hat uns ein netter Bauer Wasser und einen Platz zum Zelten gespendet. Am Abend gab es Nudeln (welch Seltenheit), eine Runde Kakao und Kekse, sowie ein kurzes Treffen mit der Gummibärenbande. [Coko]

07.08.2008

Siebter Tag: Toivola - Lapinsalmi

Ein freundlicher Herr hat uns heute gegen 11 Uhr abgeholt und uns zum Nationalpark gefahren. Dies ist uns sehr entgegengekommen, da es schon zeitig angefangen hat zu regnen. Zu zehnt mit Gepäck saßen wir dann in einem Chrysler Voyager – gestapelt halt – und er hat zwischendurch bei einem Tante – Emma – Laden angehalten. Dort wieder auf die Gummibärenbande getroffen (wir leiden unter Verfolgungswahn).

Gegen Mittag kamen wir dann am Park an. Nach kurzer Sortierung unserer Klamotten und Überhängen der Ponchos liefen wir los und ja, es hat immer noch geregnet. Nach 3 km kamen wir klatschnass an einer urigen kleinen Hütte an. Leider war diese schon besetzt – die nächsten Pfadfinder, diesmal aus München. Diese hielten sich schon etwas länger dort auf, um ihre Wäsche zu waschen. Was uns nicht davon abhielt den Unterstand dahinter zu besetzen. So gegen 17 Uhr haben wir dann Mittag gegessen. Kurz danach erfuhren wir, dass an diesen Abend ein Konzert dort stattfinden sollte. ''Spontan'' entschlossen wir uns, zu einer anderen Hütte in der Nähe zu wandern. Die ersten drei Leute (Kay, Mutzel und Anni) zogen los, Kay holte später den Rest. [Coko]

Wenn nicht der kurze Weg vom Nationalparkeingang zur ersten Hütte schon den Begriff ''finnische Kilometer'' prägte, so doch der einem Sprint ähnelnde Weg zwischen der ersten und der zweiten Hütte. Durch das permanente bergauf und ab erschien uns 1 km in Finnland seeeehr viel länger als einer in Deutschland.

Völlig fertig kamen wir drei in der Hütte in Lapinsalmi an und trafen dort auf 2 Pärchen. Wir wurden ungewollt zu Hochzeitsgästen, denn eines der Pärchen hatte sich an diesem Tag das Jawort gegeben. Anni hätte dann auch beinahe die Überraschung für den frischgebackenen Bräutigam verdorben, die das Konzert werden sollte.
Gegen 21 Uhr kam Kay mit der restlichen Gruppe. Alle machten es sich im Shelter bequem und nach einem kurzen Abendbrot und dem Besuch zweier äußerst betrunkener Finnen, schliefen wir alle ein. [Mutzel]

09.08.2008

Achter Tag: Lapinsalmi - Lojukoski

Eine wunderbar entspannte, mollig warme Nacht hatten wir im Shelter hinter uns gebracht. Bis sie kurz nach 6.00 Uhr jäh unterbrochen wurde. Mit lauten Fußgetrampel und einem lautstarken ''Good Morning'' in die schlafende Runde beehrte uns der besoffene Finne vom Vorabend wieder. Das Ignorieren der zwei Herren fiel äußerst schwer, dennoch versuchten es die meisten unserer Fahrtengruppe. Einzelne Fetzen wie ''Fire, Fire, Fire'' und ''Burn Baby burn'' drangen an meine Ohren. Für diejenigen von uns die sich vom schlafen abhalten liesen, gab es Würstchen auf nüchternen Magen, sowie eine Bootsfahrt über den See.

Nach dem Frühstück machten sich die Aktiven unter uns auf den Weg, den legendären Elvingtorni zu erkunden. Alle anderen fühlten sich wohl noch etwas schlapp :D
Die Hängebrücke, eines der Wahrzeichen des Repovesi Nationalparks und 4 km weiter, genossen wir bei starken Wind den Ausblick vom Turm. Nichts als Wald, See und viel Geschichte. Die Himbeerfelder konnten auf dem Rückweg natürlich auch nicht vernachlässigt werden und wurden ausgebeutet. Wieder an unserer Hütte angekommen, kam es zur Bekanntschaft mit einer neuen Fahrtengruppe. Den Raben aus Freiburg.

Wir wollten gerade abmaschieren, da überraschten uns die deutsch – finnischen Hamburger. Die Wiedersehensfreude war groß und wie der Zufall es will, war die Braut vom Vortag keine geringere als eine gute Freundin der Familie und Patentante der ältesten Tochter.
Über Terijärvi und mit der wievielten Begegnung mit der Gummibärenbande (?) ging es nach Lojukoski. Voll der idyllische Platz am See. Schnell die Kohten aufgestellt, über Feuer gekocht und ab in die Heia. [Mutzel]

10.08.2008

Neunter Tag: Lojukoski

Pausentag. Und wie beginnt ein Pausentag? Richtig mit ausschlafen. Nach der letzten Nacht ist das aber auch nötig. Kurz vor 12 Uhr können wir uns dann doch dazu bequemen, aufzustehen.

Brunchen, rumgammeln, Wäsche waschen, rumgammeln, Pilze suchen.

Niels wird auf Pudding getauft. Seitdem Mälone Niels Puddinghaut versprochen hat, kann er von nichts anderem mehr sprechen. Schokoladenpudding. Vanillepudding. Mit Mandelsplittern, oder doch lieber ohne? Erdbeerpudding. Ist Puddinghaut jetzt eklig, oder nicht? Alle Gespräche scheinen sich nur noch um Essen zu drehen. Die ersten Essensbestellungen gehen bei den Eltern in Deutschland ein. Und wenn es nicht allgemein um Essen geht, dann um Pudding.
Zur Taufe wird Pudding in den See geworfen und weil er ja eh schon drin und nass ist, darf er gleich noch das hinterhergeworfene Halstuch erobern. Ins Wasser ist Niels der Wölfling geworfen wurden, aus dem Wasser tritt Pudding der Pfadfinder heraus.

Am Nachmittag fängt es an zu regnen und ein Teil der Wäsche wird wieder nass. Die wirklich trockenen Sachen werden in Sicherheit gebracht. Das Abendbrot dürfte allen lebhaft in Erinnerung geblieben sein, denn unter die vielen gesammelten Pilze hat sich ein Bitterpilz gemischt und Sojaflocken waren kein ausreichender Ersatz.

Gegen Abend bekommen wir Gesellschaft von zwei ehemaligen Pfadfindern aus Deutschland. Es folgt eine besonders gut gelungene Singerunde. Die Stimmen flutschen wie Öl. [Mutzel]

11.08.2008

Zehnter Tag: Lojukoski - Kirnukangas

Nach 5h Schlaf hieß es schon wieder aufzustehen. Es galt ein Team von Einkäufern zu bilden, um die Essensversorgung für die nächsten Tage abzusichern. Und so machten sich mit einiger Verzögerung Claudia, Tini und Franz auf.

Die Zurückgebliebenen mussten die Wäsche trocknen, Wasser abkochen und 1,3 km weiter nach Kirnukangas umziehen. Dort treffen wir auch wieder auf unsere beiden Altpfadfinder. Nach vielen doppelten und dreifachen Wegen sind schließlich alle Sachen oben. Ein schön abenteuerlicher Weg mit glitschigen Holzplanken, steilen Abstiegen, wunderschönen Ausblicken und traumhaften Landschaftsszenarien. Während Kay und Ich in Lojukoski auf die Einkäufer warten, genießen wir die Ruhe und Idylle am See. Nach scheinbar endlosen Stunden kommen Coko und Claudi vorbei um uns abzuholen. Unser Lebensmittelwandertrupp ist gleich nach Kirnukangas gegangen.

Während der langen Warterei durften wir der Leerung von den Plumpsklos beiwohnen. Man nehme einen Nationalparkranger, setze ihn auf einen Quad, schicke ihn durchs Unterholz zur Rückseite der Hütte und lasse ihn den Container auswechseln.

Zum letzten Mal an diesem Tage machen wir uns den Berg hinauf und finden in den ersten warmen Sonnenstrahlen seit Tagen, eine Blindschleiche.
Zum Abendbrot gibt es lecker Spaghetti und selbstgemachten Blaubeer – Preiselbeer – Joghurt. Die Nacht auf dem Berg wird schnell von Nebel umhüllt. Alle sind geschafft und wir gehen recht zeitig zu Bett. Die M&M`s im Shelter die Feuerreiter in der Kohte zwischen Heidekraut und Steinen. [Mutzel]

12.08.2008

Elfter Tag: Kirnukangas - Pitkälampi

Trotz zeitigen Aufstehens zieht sich das Packen der Rucksäcke bis 12.45 Uhr hin. Dadurch das gestern Rucksackinhalte fremdgepackt oder gleich komplett auf alle anderen verteilt wurden. Die Einkäufer brachten leider nicht den gewünschten Erfolg mit sich. Die erwarteten Supermärkte waren nicht existent. Einzige Alternative – eine Pension mit horenden Preisen. Für 75€ erstanden sie 2 Portionen Porridge, 1kg Reis, 2 Portionen Kartoffelpüree, 7 Zwiebeln, 10 Äpfel und einen halben Eimer Himbeermarmelade. [Mutzel]

Nach langem Hin und Her geht’s los auf nach Olhava und, plotzpitz, wen treffen wir da?! Natürlich die ehemaligen Pfadfinder aus Deutschland. Dort füllen wir gleich an der Pumpe unsere Flaschen mit wunderbar klarem Wasser auf und führen einen Tauschhandel mit den Pfadfindern – Salz gegen Teebeutel.

Naja auf jeden Fall geht’s dann einen Aufstieg hoch zu den Klippen. Tja fairer Tausch: Herrlicher Ausblick gegen blödes Verlaufen...
Als wir von den Klippen runtergestiefelt sind, haben wir festgestellt, dass wir nicht feststellen konnten, wo wir uns befanden. Kurze Pause und durch die Kante stiefeln um die Lage zu eroieren.
Schließlich ist es entschieden: Ein mordsgefährlicher Weg mit riesigen Steinpilzen, freihängenden Wespennestern und Schlammlöchern. Eigentlich wie immer...

Nach einem hindernissparcourähnlichen Auf-ab-runter-rauf-neben-unter-kletter-
rutsch-gleit-steig-roll-schwing-lauf-stieg waren wir endlich in Pitkälmpi. Und hatten damit offiziel die meisten Kilometer unserer Tour geschafft. Außerdem haben wir den Nationalpark heute hinter uns gelassen. In Ermangelung an einem Platz zum Kothe aufstellen, stellten die M&M`s sie auf der anderen Seite des Sees neben Toilette und Feuerholzplatz auf. Die Runde konnte dafür im Shelter schlafen.
Der See war so reudig! Und Kay ist natürlich baden gegangen. :D [Franz]

13.08.2008

Zwölfter Tag: Pitkälampi - Mouhu

Heute hat uns wieder Regen beim Aufwachen begrüßt. Eckliger Sprühregen. Wir haben spontan eine halbe Stunde länger geschlafen. Das Wetter hat es einen feuchten Dreck geschert und es ist schlecht geblieben. Beim morgendlichen Porridge stellte sich dann auch heraus, das es bei den M&M`s reingeregnet hat und ein paar Schlafsäcke nass geworden waren. Ihre Klamotten die über Nacht draußen gehangen hatten, waren auch wieder vollständig durchweicht. Der Tag begann also mit einigen Hypotheken und unser Frühstück verringerte die Probleme nicht gerade. An unserer Gesamtsituation hatte sich also nichts geändert, aber unser heutiges Ziel ''Mouhu'' besaß das vage Potential Lebensmittel kaufen zu können.

Nachdem wir (sehr spät) endlich loskamen, setze uns der erste Teil des Weges sehr zu. Es ging über Stock und Stein, über Hügel und durch Senken. Eine Route, die Coko vor allem, in den kaputten Gliedern schmerzte. Erschwerend kam der Zustand des Weges hinzu. Er war vollkommen von Blaubeerstäuchern überwuchert. Deren Tau durchnässte in Minuten die Hosen und macht das Wandern zu einer wahren ''Freude''. Zu allen Unglück schlugen uns auch noch ständig Äste von jungen Bäumen ins Gesicht. Die Anstiege der Hügel und die Landschaft insgesamt wird weniger steil und eher wellig. Mit jedem Schritt vorwärts verlassen wir heute die Karte die wir besitzen und begeben uns auf unbekanntes Terrain. Die Stimmung sinkt ob der Anstrengungen derart tief, dass nicht mal mehr ein ironisches Singen ertragen wird. Schließlich verlassen wir mit zerkratzten Beinen die am weitesten reichende Karte und sind froh, den Weg nicht auf einer frisch geschlagenen Lichtung verloren zu haben. Diese Lichtung hat uns sehr erschöpft und alle sind froh, dass sie kurz vor Mouhu lag.

Am Ortsrand dieser Ansiedlung machen wir eine Pause um uns für die Zivilsation fein zu machen und Informationen einzuholen. Wir fragen den ersten Mann den wir sehen, nach einer Lagermöglichkeit, Landkarten und einer Einkaufsmöglichkeit. Ein guter Lagerplatz ist nur eine Stunde entfernt, aber einen Laden gibt es erst in Mäntyharju, hier ist nur ein Cafe zu finden. Auch bei den Landkarten macht er uns wenig Hoffnung. Wir unterhalten uns weiter darüber wer wir sind und was wir machen. Sehr unerwartet erhalten wir dann eine Einladung zur Sauna. Wir können unser Glück gar nicht fassen. Unser Gastgeber, Juuso Salokoski, zeigt uns sein Sommerhaus und bietet uns Kaffee an. Unsere Augen bekommen einen entrückten Glanz der Freude, als wir ihn genießen. Wir dürfen seinen Herd zum Kochen nutzen und kochen unsere erste Globetrottermahlzeit, Spinat-Gorgonzolasuppe. Sie schmeckt köstlich.

Während wir uns geistig und moralisch auf die Sauna vorbereiten, erhalten wir das Angebot zu übernachten und entschließen uns im ehemaligen Hühnerstall, heute riesiger Partyraum, zu schlafen. Unterdessen ist die angeheizte Sauna warmgeworden und wieder halbwegs enträuchert. Wir verzeihen der 1929 erbauten Rauchsauna ihre Altersschwäche und den Rauchanfall. Das Anheizen der Sauna hatten wir geschafft, doch vergessen alle Fenster und Türen zu öffnen. Auf die Idee alle Fenster und Türen zu öffnen,wären wir nie gekommen und so mussten wir die Nachmittagsruhe unseres Gastgebers stören, um das Problem zu beheben.

Nachdem wir den Partyraum bezogen hatten, ging die eine Hälfte unserer Fahrtengruppe gleich in die Sauna, während der andere Teil zum Cafe wanderte um möglicherweise unsere Einkaufs- und Kartenprobleme zu lösen. Leider kommen wir zu spät zum Cafe. Es ist erstens schon geschlossen und zweitens von der Gummibärenbande am Nachmittag geplündert worden. Wir nehmen die Reste mit, die uns die Besitzerin mit den Worten: ''Nehmt was ihr kaufen wollt.'' offeriert. Je eine Limo landet gleich im Bauch jedes Cafeausflüglers, den Rest und alle Gummibärchen und Lakritzen nehmen wir für die anderen mit. Claudi vereinbart außerdem einen lukullischen Hochgenuss für Morgen: Frühstück mit Pulla, belegten Broten und Kakao. Eine weitere Mahlzeit ist glücklich gesichert. Auf dem Rückweg fängt es an zu regnen, das stört uns aber nicht weiter. Selbst eine Landkarte finden wir am Weg und machen ein Foto von ihr. Wir ahnen in dem Moment nicht, dass wir mit der Karte bis Mäntyharju navigieren müssen.

Nach der Rückkehr können auch die Ausflügler die Sauna genießen, den rauchigen heißen Dampf einatmen und sich an verrauchte Balken anlehnen, um sich danach mit kalten Wasser zu übergießen. Währenddessen kochen Julia und Coko in der Küche von Juuso unser Abendessen und hören mit ihm Max Raabe und das Palastorchester an.

Unseren Gastgeber haben wir schon am Nachmittag für den Abend zum Singen eingeladen. Wir freuen uns alle über das Bier und die Limonade die er für alle mitbringt. Es sit kaum zu ermessen wie hilfsbereit Juuso ist. Er hat heute ja nicht nur einer Gruppe geholfen. Auch für die Raben hat er ein Plätzchen gefunden. Sie waren irrtümlicherweise von einem Nachbarn uns zugerechnet worden. Der organisierte dann schnell für sie eine Unterkunft im nahe gelegenen Jagdklub und brachte sie, samt Gepäck, dorthin. Unglaublich. Auch wir versuchen den Raben zu helfen, indem wir ihnen überzählige, zuviel bestellte und gekaufte Nahrungs- und Genussmittel abkaufen wollen. Diese Raben, vergessen aber im Stress, den Beutel mit den ersten Müsliriegeln bei uns zu lassen. Wir hoffen auf unsere Verabredung am Cafe morgen.

Der Abend mit Juuso ist sehr schön. Wir singen, er singt manchmal mit und wir unterhalten uns über viele Dinge. So erfahren wir z.B., dass die fliegenden Zecken, die uns gepiesackt haben Elchfliegen heissen. Leider kann er uns aber nicht sagen, wie das Lied ''Birkenring'' auf finnisch heißt. Es war ein sehr schöner Abend. [Kay]

14.08.2008

Dreizehnter Tag: Mouhu - Samalisen Kota

In freudiger Erwartung des leckeren Frühstücks, dass uns harrte, erwachten wir im Partyraum. Bis auf Franz, der der Meinung war ohne Schlafsack nächtigen zu müssen, hatten alle gut geschlafen, bis sie sich beim erwachen, den Kopf am Tisch stoßen.

Zu unser aller Überraschung hatte Juuso auch schon ein lecker Frühstück bereitet. Es gab Kuchen, ein großes Stück Räucherlachs, Eier, Käse, Weißbrot mit Butter und Kaffee. Alles in kleinen Mengen, aber ein wahrer Hochgenuss. Kurz bevor wir zu unserem zweiten Frühstück aufbrechen wollten, bat uns Juuso um einen Gefallen. Die Leiter auf seinem Dach sollte durch eine andere ersetzt werden. Also erklimmen Franz, Coko und Anni das Dach. Von unten schoben die Restlichen die neue Leiter nach oben. Dort angekommen, wurde eine Bäumchen wechsel dich gespielt. Leute dorthin, Leiter dahin, Leiter über einen drüber, Leute auf die andere Leiter...

Der Weg zum Kahvila wurde in Rekordgeschwindigkeit zurückgelegt. Wir waren sogar mit Rucksäcken schneller als die Cafeausflügler gestern ohne Rucksäcke. Nach lecker Schnittchen, Pulla und Kakao erkundeten wir noch die dörfliche Galerie. Juuso kehrte aus Mäntyharju mit seiner Frau zurück und so lernten wir auch noch sie kennen. Die Raben erschienen leider nicht und somit auch nicht die Müsliriegel.

Von diesen Tage an waren wir komplett ohne Wanderkarte und orientierten uns nur mit groben, abfotografierten Karten vom Wegesrand. Die M&M‘s verfluchten zum wiederholten Male den Weg. Während einer Pause traute sich Kay zu nah ans Wasser, rutschte aus und wäre beinahe mit Rucksack im Wasser verschwunden, als ihn Franz noch rettete (Übertreibung macht anschaulich...). Mittag aßen wir in einer zum See offenen Hütte, die laut Gästebuch erst ein paar Stunden vorher von der Gummibärenbande verlassen wurde. Da sich langsam das Gewitter zusammenbraute, vor dem uns Juuso schon gewarnt hat, windete es sehr stark und der See schlug hohe Wellen. Gut für die Wäsche, die nun seit Tagen mal aus klatschnassen Bereichen in den klammen Bereich gelangte. Schlecht für die Augen, die vom Rauch des Feuers permanent tränten.

Dank demokratischer Entscheidung entschlossen wir vor dem Gewitter zu fliehen. Und so rannten wir vor ihm weg und kamen mit ein paar Tropfen und fernen Donnerhall davon. Unser heutiges Etappenziel war eine Holzkohte 6 km vor Mäntyharju. Der Donnerbalken wartete mal wieder mit einem Wespennest auf, das Beil war von der ganz besonderen Art. Man schlug nicht das Beil aufs Holz, sondern das Holz aufs Beil. Das Feuer prasselte wärmend, trocknete unsere Klamotten komplett und wiegte uns in den Schlaf. Wobei es manchen schwergefallen sein dürfte auf den unebenen Holzstämmen zu schlafen. [Mutzel]

15.08.2008

Vierzehnter Tag: Samalisen Kota - Mäntyharju

Heute würden wir endlich wieder an einen Supermarkt kommen. In Bergen von Schokolade versinken und die andauernden Fantasierereien über Essen würden endlich ein Ende haben. Die letzten Kilometer nach Mäntyharju wollten und wollten einfach nicht verstreichen. Doch schließlich kamen wir inmitten des Einkaufszentrums von Mäntyharju heraus. Hier schien sich alles abzuspielen.

Wir ließen die M&M`s draußen warten und starteten mit dem ersten Einkauf. Danach konnte das Fressfest beginnen, bis alle kurz vorm Platzen waren. Es gab Pulla, Hörnchen mit Butter, Cracker mit Käse und Senf, Joghurt, Äpfel, Schokolade, bestialisch süße Fruchtsaftdrinks... Wir dachten wir hätten die Kleinen abgefüllt und ihnen würde das Essen zu den Ohren hinausquellen, ihre Privateinkäufe zeugten vom ganzen Gegenteil. Es folgte noch ein zweiter Einkauf für die Ernährung der nächsten Tage.

Durch die Erkundungstour hatten wir festgestellt, dass es nicht viel in Mäntyharju zu entdecken gibt. Der Bahnhof hatte nicht einmal einen Fahrkartenschalter. Durch Zufall entdeckten wir in einem Supermarkt eine ganz brauchbare Umgebungskarte und beschlossen, die letzten paar Kilometer zu einem Shelter direckt am See zu laufen. Leider verliefen wir uns kurz vorm Ziel, aber schließlich fanden wir es doch noch. Wie schon befürchtet war der Shelter besetzt – von der Gummibärenbande. So schlugen die M&M`s ihre Kohte auf sehr unebenen Gelände auf und die Feuereiter machten es sich im Holzschuppen bequem. Claudi baute sich eine Pritsche aus Holzscheiten, der Rest zog dann doch den Boden vor. [Mutzel]

16.08.2008

Fünfzehnter Tag: Mäntyharju

Die Gummibärenbande hat uns schon am frühen Morgen verlassen und wir nehmen den Shelter in Beschlag. Der letzte Tag bevor wir zum Abschlußlager fahren, wird nochmal ein richtiger faulenzer Tag. Claudi, Kay und Anni gehen nach Mäntyharju, während der Rest dem Regen in der Hütte trotzt. Sie kamen mit schlechten Neuigkeiten zurück. Wir hatten in unserer Einöde nicht den Krieg in Georgien mitbekommen.

Eigentlich warteten wir nur darauf abends zum Lichterfest im regionalen Museum zu gehen. Es schien zwar ganz Mäntyharju anwesend zu sein, eine finnische Dorfband aber leider nicht. So schauen wir uns nur eine Ausstelung an und verschwinden nach einer halben Stunde wieder. Auf dem Rückweg beschließen wir Coko, Josi und Charli, die am Shelter geblieben sind, zu erschrecken. Also schleichen wir uns hinter die Hütte, werfen Steine ins Wasser, kratzen mit Stöcken auf dem Dach und versuchen das Lachen zu unterdrücken. Dabei wurden wir schnell durchschaut, doch wir gaben nicht auf. Als Franz die Bodenplanke anhob, hörten wir mit Genugtuung einen spitzen Schrei. Handtücher fielen und zum krönenden Abschluß sprang Anni noch vom Dach vor die drei. Sie hatten keine Angst, aber alle ihre Fahrtenmesser in der Hand ;)

In Vorfreude auf den nächsten Tag, kuschelten wir uns müde zu acht in den Shelter. Kay und Claudi bevorzugten wieder die Holzhütte. [Mutzel]

17.08.2008

Sechzehnter Tag: Mäntyharju - Keuruu

Wir wussten dass wir es nicht bis 13Uhr schaffen würden in Jyväskylä zu sein. Unser Zug würde 20min. später ankommen. Aber wenigstens den wollten wir bekommen. Mit fertig gepackten Sachen ging es im Eilschritt zum Bahnhof von Mäntyharju. Mit 7 Minuten Verspätung kam unser Zug nach Pieksämäki. Ja so eine Verspätung wird in Finnland angesagt. Das der Schaffner kein englisch konnte war kein Problem. Er zog eine junge Studentin zur Hilfe, die für uns übersetzte. In Pieksämäki stiegen wir um und kamen 13:20 Uhr in Jyväskylä an.

14:00 Uhr sollten wir am Treffpunkt für die Nachzügler sein. Jeder wollte noch kleine Besorgungen machen oder zumindest eine Zeitung finden. Plötzlich musste alles ganz schnell gehen, doch wir fanden ein Plätzchen im Bus zum Lagerplatz ''Iso Kirja'' in Keuruu.

Dort trafen wir auf all die anderen Sachsen. Jo und Juf warteten schon auf uns und hatten einen Platz für unsere Kohte reserviert. Bei der stundenlangen Warterei zum anmelden, teilten wir unsere Cracker mit den LEOs. Schließlich konnten wir Einzug auf den Lagerplatz halten. Unsere Fahrtengruppen wurden jetzt neu durchmischt. Die M&M`s kamen in ein anderes Unterlager und die Runde Feuereiter zog direkt neben die Sippe Pegasus ins Unterlager Kitara. Jo und Juf, die mit ihren Pegasi auf Fahrt waren, zogen nun in die Rundenkohte um. Der restliche Tag war von organisatorischen Treffen geprägt. Abends gab es eine Singerunde, die sich relativ zeitig auflöste. Nur ein eiserener Kern blieb zurück. [Mutzel]

18.08.2008

Siebzehnter Tag: Keuruu

Heute sollten alle den Lagerplatz bei einer Sippenolympiade kennenlernen. Die RR`s die keinen Posten übernommen hatten, konnten sich den ganzen Tag nach belieben vertun. Dank Regen verwandelten sich die Wege innerhalb kürzester Zeit in Schlammpfade. Da war Kreativität gefragt. Überall wurden Gräben gezogen und Wege sowie Kohteneingänge mit Reisig ausgelegt.

Ab 17 Uhr startete die Essensschlacht. Diesmal leider nicht im Pavillion, sondern an einer der Kochstellen. So verzögerte sich der Freundschaftsabend den wir eigentlich mit der uns zugewiesenen Runde vom Stamm Baracuda in der Sauna verbringen wollten. Am Ende landeten wir doch beim RR-Abend. [Mutzel]

19.08.2008

Achtzehnter Tag: Keuruu

Den ganzen Vormittag haben die Großen nichts zu tun und so streifen wir über den Lagerplatz um den anderen bei den AG`s zuzuschauen. Wir schauen uns die Welt vom Lagertor aus an, sehen den schlammcatchenden Raftballern zu und geben unseren Senf zur Lagerzeitung dazu. Wobei ''Pudding sucht Soße für schöne Stunden'' noch eins der harmlosen Kommentare war.

Am Nachmittag sind fast alle beim Geländespiel ''Siedler von Catan'' beschäftigt. Jo und Claudia als Posten, Kay ein Räuber und Wuffel und Ich als Baumeister.
Abends tragen die AG`s und Sippen ihre Ergebnisse vor und die ganze Bundesjurte tobt. [Mutzel]

20.08.2008

Neunzehnter Tag: Keuruu

Kay, Franz und Ich haben unsere Posten beim Geländespiel getauscht und hatten so die Möglichkeit auch noch Jyväskylä zu erkunden. Nomo nahm uns im Auto mit. Und so hatten wir einen halben Tag Zeit diese Stadt zu erkunden. Wir starteten an einem Outdoorladen der Pfadfinderartikel führte, verbrachten Stunden in einem zugerammschten Antiquariat und schauten uns die Stadtkirche an.

Zu unser aller Überraschung erschienen dann doch noch finnische Pfadfinder auf dem Lagerplatz. Franz stürzte sich gleich auf sie um ein Halstuch für Sesam zu tauschen. Da die Singeabende bisher meistens gefloppt sind, trafen sich heut die LV`s einzeln. Und so trommelten wir auch unseren LV in der Bundesjurte zusammen. Sogar Nomo wurde aus dem Team losgeeist und brachte noch eine der Finninnen mit. Und dann ertönte sie. Unsere sächsische Landeshymne – Yesterdaayyyy. [Mutzel]

21.08.2008

Zwanzigster Tag: Keuruu

Der Abbau der Kohten beginnt. Die eigenen Sachen zusammenpacken. Claudi, Kay und ich haben uns zum Abbau der allgemeinen Sachen gemeldet und so puhle ich Knoten auseinander, die die Bundesjurte sechs Wochen lang aufrecht gehalten haben. Bis zum Nachmittag sind bzw. sollten alle fertig sein, denn dann startet das Nachmittagsprogramm.

Auf der Suche nach den vier Schutzheiligen der Erde blödeln wir nur rum und bringen zu sechst die Wippe zum ächzen. Als es zu regnen beginnt, gehen wir ins Cafe und vertreiben uns dort die Zeit. Entgegen unseren Hoffnungen beginnt es sich so richtig einzuregnen. Nach einer Stunde heftigsten Regens ruft einer der Teamer alle auf ihr Rucksäcke zu evakuieren und in eines der großen weißen Zelte zu bringen. Was so lange draußen lag, ist jetzt eh schon nass und niemand von uns verspürt den Drang sich auch einzuweichen. Nach einer weiteren halben Stunde rennen Franz und Ich nur mit Schlüpfer und T-Shirt zu unserem Lagerplatz. Kaum draußen sind wir schon klatschnass, zwei Schritte weiter schwimmen unsere Füße in den Schuhen davon, die bisher jeden Regen getrotzt haben.

Ein Großteil unserer Sachen liegt gleichmäßig verteilt herum und nur ein paar wurden abgedeckt. Wir räumen alles zusammen, aber nach einer halben Stunde sind wir komplett durchgefroren. Die Wege sind entweder Schlammlöcher oder gleichen reißenden Flüssen. Dann wird der Regen schwächer. Und ein wunderschöner doppelter Regenbogen erscheint. Sofort schnappen wir uns ein paar Rucksäcke und bringen sie zum großen weißen Zelt. Das gleicht beinahe einem Flüchtlingslager und kaum jemand hat noch trockene Sachen.

Gekocht wird in einem der anderen Großzelte. Irgendwann geht das Programm weiter und die Leute der Bibelschule ''erleuchten'' uns mit ihren Gedanken. Schließlich bildet das Bundesfeuer den Abschluß des Lagers. Eine gute Gelegenheit um ein paar Sachen zu trocknen. [Mutzel]

22.08.2008

Einundzwanzigster Tag: Keuruu - Schweden

Gegen 1.00 sollen alle zurück im Essenszelt sein. Mit gepackten Sachen. Alles was liegengeblieben war, wird versteigert. Aber wer interessiert sich schon für nasse, dreckige Unterwäsche.

Auf der klatschnassen Wiese folgte der Abschiedskreis und ich wage zu behaupten, dass sich wohl jeder freute endlich in einen trockenen Bus zu sitzen und sich seiner Erschöpfung hinzugeben. Und so verliesen wir gegen drei, das Gelände von ''Iso Kirja'', die nassen Sachen im Gepäckraum und kaum Essen dabei.

Fünf Stunden später kamen wir in Turku an. Bis wir alles sortiert hatten, konnten wir auch schon einchecken und die Schlacht um die besten Plätze konnte beginnen. Leider war ''Isabella'' kleiner als das Schiff hinzu, doch wir fanden ein erträgliches Plätzchen. Dort frühstückten wir erstmal völlig übermüdet. Nach ein paar schmerzhaften Spielen hielten fast alle ein Nickerchen und nutzten die verbleibende Zeit aus. Im Duty Free Shop kauften wir Lebensmittel, in die Sauna ging es nochmal zur porentiefen Reinigung und im Cafe spielten wir mit dem Gedanke unsere Sachsenhymne ''Yesterday'' bei Karaoke vorzutragen. Zum Glück blieb es nur bei dem Gedanken... Die Zeit verging rasend schnell und in Stockholm konnten wir auch gleich in mit Lebensmitteln bestückte Busse einsteigen. Nach ein paar Liedern und einen Film fielen alle in tiefen Schlaf. [Mutzel]

23.08.2008

Zweiundzwanzigster Tag: Schweden - Dresden

Die Fahrt durch Schweden setzte sich weiter in Bussen fort. Die meisten schliefen wohl. Bis auf einen der gemeinen RR`s der der Meinung war im Schlaf alle mit Edding anmalen zu müssen. Ab und zu singen, Essen hatten wir ja jetzt, viele lasen oder schliefen, an den Raststätten nutzten möglichst viele auf einmal die Schranke um in den Toilettenbereich zu gelangen.

Traurig wurde es als Leipziger und Tauchaer von uns gingen.
Jo war immer noch nicht in Deutschland angekommen und bedankte sich beim Tankwart mit einem ''Kitos''. In Dresden angekommen, gab es einen Abschlußkreis und alle stoben auseinander. [Mutzel]

Kitarra.
Kohtenbaum.
Lahti.
Lager am See.
...vor uns läuft ein Schweigen.
Belledonne.
Valkealan Ulkoilureitti.
Strandkohte.
Nudeln.
gestapelt.
Poncho.
Träumer.
Nordlichter.
Zähne putzen.
Bitterpilz.
Blaubeeren.
Olhavouri.
über Stock und Stein.
Spieler.
Lakritz.
Juuso zu Gast. Zu Gast bei Juuso.
Gastgeschenk.
Wäsche.
unsichtbare Wege.
Konsumrausch.
Holzschuppen.
...
Lagertor.
Schlammpfade.
Bug Bug Nr. 16.
Siedler von Catan.
let's catch Jo.
das große Aufsammeln.
Bundesfeuer.
Rückfahrt.


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