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12.04.2011

Was für ein Wochenende!

Burgturm
Blick in den Burghof
Fünf der sechs Dresdner auf der Jugendburg

Sippe Pegasus und Runde Feuerreiter auf dem 7. Beräunertreffen

Ein Bericht von Nu, Runde Feuerreiter

Vom 11. bis 13.3. 2011 waren ein paar Pegasi und Feuerreiter zum 7. Beräunertreffen auf der Burg Ludwigstein bei Kassel zu Gast. Auf dieser Festung, der Jugendburg, waren wir zum ersten Mal, doch sie zog uns gleich mit ihrem fabelhaftem Ambiente und den tollen Angeboten in ihren Bann.

Anfangs waren wir sehr neugierig und vielleicht auch ein bisschen vorsichtig, da wir als Neulinge auf der bündischen Jugendburg nicht alle Bräuche und Verhaltensweisen kannten. Doch der guten, ja fast euphorischen Stimmung und der freundlichen Atmosphäre gleich am Freitag Abend konnten und wollten wir uns nicht entziehen. Nach der abendlichen Begrüßung im urigen Burghof gab es ein Konzert der Band Schlagsaite, zu welcher gleich zu Beginn viele Bündische ausgelassen tanzten. Ein Lächeln und oft breites Grinsen legte sich auf meine Lippen und irgendwann waren die meisten der Anwesenden am Tanzen und Schunkeln. Ein grandioser Anblick! Auch uns hielt es nicht länger an den Plätzen, dazu waren Stimmung und Musik zu gut.

Nach dem wirklich gelungenen Konzert gab es an unterschiedlichen Orten Gelegenheit, das Bedürfnis nach exzessivem Gesang auszuleben. Im Speisesaal machten es sich einige Leute der steinernen Feuerstelle gemütlich, während unten im Meißner Saal nach ganz eigener Manier gesungen wurde: Musikanten, mit Gitarren, Geigen, Bohráns und Kontrabass ausgestattet, standen mitten im Raum, von Kerzen erleuchtet. Um sie herum scharten sich alle Sänger und schmetterten aus voller Kehle ein Lied nach dem anderem gen Decke – darunter viele, die für uns neu waren. Wir standen sowieso erst mal perplex am Rand, weil wir zuvor noch nie gesehen hatten, dass Pfadfinder beim Singen im Pulk stehen - Überraschung! Ich fand das erst mal total unpraktisch, weil Sitzen ja vieeel gemütlicher ist und einem jawohl irgendwann die Beine schmerzen... Glücklicherweise gewöhnten wir uns im weiteren Verlauf des Wochenendes daran und ich für meinen Teil finde diese Art des Musizierens mittlerweile verdammt cool. Das liegt einfach daran, dass so ein unglaublicher Enthusiasmus, große Lebensfreude mitschwingt. Es wird gelacht, gebrüllt, gescherzt und die Lieder genossen. Da ist eine ganz spezielle Dynamik drin, die süchtig machen kann!

Am Samstag gab es Workshops zu diversen musikalischen Themen, einen kleinen Kunsthandwerkermarkt und am Nachmittag eine Führung durch das burgeigene Archiv der deutschen Jugendbewegung, in welchem mir die bündische Prägung der Jugendbewegung einmal mehr sehr deutlich wurde. Ich hätte Stunden im Archiv verbringen können, doch der Singewettstreit um 17 Uhr näherte sich rasch. Also drängten sich alle in den Meißner Saal, um den vielen Gruppen zu lauschen. Nach der Siegerverkündung gab es noch mal ganz viel Party in allen möglichen Teilen der Burg: Überall wurde gesungen, was das Zeug hielt! In den Kellergewölben war es besonders gemütlich. Ich fühlte mich automatisch in frühere Zeiten versetzt und konnte mir ein bisschen besser vorstellen, wie herrlich die jungen Wandervögel ihre Freiheit demonstriert hatten. Egal wo man hinkam, überall herrschte reges Treiben, unterschiedliche Liedstile und quer durch die Bank gute Laune. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Am nächsten Morgen nahte der Abschied schon viel zu früh und wir wussten, dass wir nicht zum letzten Mal zu Gast gewesen waren. Nächstes Jahr treten wir bestimmt auch an zum Singewettstreit!

Die Beiträge des Singewettstreits zum Nachhören und ein paar Berichte...

Hier gibt es viele Fotos - und noch mehr Fotos!

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